Marxmillen, am 28. Februar 2007

Carla Rudbach-Kars

Die Künstlerin Carla Rudbach wurde 1942 im Norden Hollands geboren. Mit acht Jahren fing sie mit dem Ballettunterricht für den klassischen Tanz an. Um eine Berufsausbildung im klassischen Ballett zu bekommen ging sie mit 14 Jahren auf die Ballettakademie nach Amsterdam.

Ihre künstlerische Veranlagung lag zuerst im Ballet. Nachdem sie geheiratet hatte und nach Deutschland zog, baute sie eine Ballettschule auf.

Relativ spät, mit fast fünfzig Jahren, gaben farbige, fantastische Stoffe, die sie auch schon für die Kostüme der Ballettschule benutzte, den Anreiz für Collagen und Malerei.

Hier entdeckte sie ihre Liebe zu schönen Dingen die man fassen kann und das Sehen mit offenen Augen, auch im Alltäglichen.

Durch das Kämpferische in ihr entstand das Bedürfnis sich an den Stein heranzuwagen, den Widerstand der Materie zu spüren und sich durch die Farben verzaubern zu lassen, das Unsichtbare und Unfassbare in ihrem Selbst und im Stein mit Hammer und Meissel zu formen und sichtbar zu machen. Wie bei einer Choreo­graphie eines Balletts.

"Ich tauche in meine Welt ein und das entspannt mich"

Im Selbstvergessen, und fasziniert durch die Farben und feinen Adern des Steins, kann so das Imaginäre die Arbeit leiten und animieren.

Durch das wunderbar Menschliche, im Zwiegespräch mit der Härte und dem Widerstand des Steins, entsteht das Werk.

Ein grosses Atelier in einer alten Mühle, die fest in der Natur verbunden ist, erleichtert Carla Rudbach das Träumen und Schaffen.

"Was ich mache das ist meine Welt"